Ernährungstherapie am Dermatologischen Zentrum Bonn

Durch eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung wird der Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgt und wirkt sich positiv auf das gesamte Wohlbefinden aus. Somit können Krankheiten vorgebeugt werden und bestehende Beschwerden maßgeblich gelindert werden. Auch bei einer Vielzahl von Hauterkrankungen kann die Ernährung therapeutisch wirksam werden, beispielsweise bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie der Neurodermitis oder der Schuppenflechte. Aber auch bei Juckreiz (Pruritus) und Nesselsucht (Urticaria) spielt die Ernährung eine besonders wichtige Rolle.

Am Dermatologischen Zentrum Bonn erhalten Sie eine ernährungstherapeutische Begleitung. Ich stehe in engem Austausch mit den Fachärzten/Fachärztinnen vor Ort.

Ein Teil der Kosten für diese Ernährungstherapie wird von den meisten gesetzlichen Krankenversicherern bzw. zum Teil auch von privaten Krankenversichern bezuschusst. Wir empfehlen diesbezüglich sich mit Ihrer Krankenversicherung in Verbindung zu setzen.

Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne telefonisch bei mir.

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Ernährung und Haut

Unsere Haut ist das größte Organ des Körpers und übernimmt zahlreiche Funktionen, sie schützt uns zum Beispiel vor Umwelteinflüssen. In einem Rhythmus von vier bis sechs Wochen erneuern sich unsere Hautzellen. Allerdings können viele Faktoren unserer Haut schaden, wie Rauchen, Alkoholkonsum und intensive Sonnenbäder.

Aber auch jegliche Form der Mangel- und Fehlernährung machen unserer Haut zu schaffen. Sodass beispielsweise extreme Hungerkuren oder eine gestörte Verdauung von Nährstoffen zu Hautveränderungen führen können. Unsere Haut wird trocken, dünn und kann sich schuppen.

Bei bereits bestehenden Erkrankungen kann die Haut anfälliger werden für Entzündungen und Juckreiz, dies ist beispielsweise bei Personen mit einem schlecht eingestelltem Diabetes mellitus. Insbesondere bei Vorliegen von Lebensmittelallergien zeigt sich der Zusammenhang von Ernährung und dem Hautbild.

 

Mikrobiom und Allergien

Unser Darm und unsere Haut bilden eine erste Abwehrlinie zum Schutz von chemischen und physikalischen Einflüssen als auch vor krankmachenden Mikroorganismen. Sie beide sind von einer hohen Anzahl an Bakterien besiedelt (auch aus Mikrobiota bezeichnet). Beispielsweise sind auf der Haut nicht weniger als zehn  Billionen (1012) Bakterien pro Quadratmeter vorzufinden.

Es wird davon ausgegangen, dass zwischen der Mikrobiota und dem Immunsystem zahlreiche Wechselwirkungen ablaufen. Es scheint so, dass dies maßgeblichen Einfluss hat auf das immunologische Gleichgewicht in Darm, Haut und Lungen. Eine hohe Zahl an unterschiedlichen Mikroben in unserem Darm ist dabei entscheidend für das Funktionieren dieser komplexen Systeme.

Liegt eine gestörte Mikrobiota vor, kann dies zu einer Fehlregulation der Immunantworten führen und aufgrund dessen zur Entstehung von Allergien und Autoimmunität (Immunreaktion gegen körpereigene Zellen/Gewebe).